Wir warteten dann um die Ecke, als ploetzlich ein Polizist mit 100 Dollar in Bar uns fragte, ob wir das Geld von den Kerlen annehmen und die Angelegenheit ist erledigt? Aus Angst, dass die Drei sich in Freiheit eh die Kohle wieder von uns holen haben wir die Polizei gefragt, ob wir uns die naechsten Tage im Hostel einschliessen sollen? Das ist irgendwie angekommen. Wir lehnten die Kohle ab und die Polizei hat uns 2-3 Tage Gefaengnis fuer die Deliquenten versprochen. 1 Stunde spaeter, immer noch auf der Kommandantur, hatten wir schon einige alte Handys begutachtet, als unser gestohlenes Handy doch auftauchte. Dann heisst es wir fahren jetzt zur Fiskal, zum Report und die 3 ins Gefaengnis, nur hatte man vergessen uns zu sagen, dass wir alle in einem Pickup fahren, die 3 schimpfenden Kollegen mit 1 Waechter auf der Ladeflaeche, wir vorn plus eine Motorradeskorte, prima. Auf einem Zwischenstop wurde uns auch noch unser Taschenmesser wiedergegeben – staun. Es war inzwischen dunkel, bis wir endlich mit dem Taxi wieder im Hostal waren.
Wir sind ueberzeugt, dass wir richtig reagiert haben. Die bescheuerten 3 haben wohl nicht damit gerechnet, dass wir wegen 2 Dollar und dem Kram zur Polizei gehen und 2 Oberhirnis sind weiter mit dem Oberglasauge zu dritt durch die Stadt geschlendert um sich schnappen zu lassen. Da haben wir alle wieder was gelernt. Wir erinnerten uns an Pizza-Juergen aus Tena, der gesagt hat “hier kannst du dich auf nichts und niemand verlassen” und hielten es fuer das Beste die Stadt am naechsten Tag zu verlassen.
Richtung Peru legen wir einen Zwischenstop ein in der schoenen Andenstadt Loja, von wo aus wir den Grenzuebergang vorbereiten koennen. Leider mussten wir den geplanten Inkatrail Ingapirca mit Karte, Kompass und Zelt aufgeben, aber vielleicht sind wir ja schlauer als die 3 Hirnis.